Wie du deinen Hund im Sommer richtig schützt

Die Funktion des Fells – mehr als nur „warm halten“​


Viele Hunde besitzen eine sogenannte Unterwolle. Diese hat mehrere wichtige Aufgaben:
  • ❄️ Schutz vor Kälte im Winter
  • 🌧️ Abweisung von Nässe
  • ☀️ Isolation gegen Hitze im Sommer
👉 Das bedeutet:
Das Fell wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Es hält die Hitze vom Körper fern, anstatt sie zu speichern.

✂️ Soll man Hunde im Sommer scheren?​


👉 In den meisten Fällen: nein.

Besonders bei Hunden mit Unterwolle (z. B. Retriever, Schäferhunde, Huskys):
  • Entfernst du das Fell komplett,
  • fehlt der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
  • und die Haut kann schneller überhitzen oder verbrennen
✅ Besser:
Regelmäßiges Bürsten, um lose Unterwolle zu entfernen und die Luftzirkulation zu verbessern.

Was Hunde wirklich brauchen​


💧 1. Ausreichend Wasser​

Immer frisches Wasser bereitstellen – auch unterwegs.

🌳 2. Schatten & kühle Rückzugsorte​

Hunde brauchen jederzeit die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.

🚶‍♂️ 3. Spaziergänge anpassen​

👉 Früh morgens oder spät abends gehen
👉 Asphalt testen (Handregel: zu heiß = zu heiß für Pfoten)

🧠 4. Aktivität reduzieren​

Weniger körperliche Belastung bei Hitze – dafür mehr ruhige Beschäftigung.

🧊 5. Abkühlung anbieten​

  • Kühlmatten
  • feuchte Handtücher
  • Planschmöglichkeiten
Aber:
👉 Kein eiskaltes Wasser – das kann den Kreislauf belasten.

🚨 Warnzeichen für Überhitzung​

Achte unbedingt auf:
  • starkes Hecheln
  • Apathie
  • Taumeln
  • Erbrechen
  • sehr rote Zunge oder Schleimhäute
👉 Das ist ein Notfall!


Das Fell deines Hundes ist kein Problem – es ist Teil der Lösung.

👉 Nicht abscheren, sondern richtig pflegen.
👉 Umgebung anpassen statt Hund „anpassen“.

Ein Hund kann mit Hitze umgehen –
aber nur, wenn wir ihn dabei unterstützen.
 
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