Was ist für Seniorhunde besonders wichtig?

1. Angepasste Bewegung
Ältere Hunde brauchen weiterhin Bewegung, aber meist kürzere, dafür regelmäßige Spaziergänge statt langer, anstrengender Touren. Bewegung hält die Gelenke beweglich und beugt Muskelabbau vor.

2. Gewicht im Blick behalten
Der Energiebedarf sinkt häufig, während der Appetit gleich bleibt. Übergewicht belastet besonders Gelenke, Herz und Stoffwechsel. Ein schlanker Senior lebt meist länger und beweglicher.

3. Gelenke und Muskulatur unterstützen
Viele Hunde entwickeln im Alter Arthrose oder Steifheit. Hilfreich sind:
  • warme, weiche Liegeplätze
  • rutschfeste Böden oder Teppiche
  • ggf. Nahrungsergänzungen oder Medikamente nach tierärztlicher Rücksprache
4. Regelmäßige Gesundheitschecks
Ab etwa 7–8 Jahren (je nach Rasse früher oder später) sind jährliche oder halbjährliche Tierarztkontrollen sinnvoll, inklusive Blutbild. Viele altersbedingte Erkrankungen lassen sich früh gut behandeln.

5. Geistige Beschäftigung
Auch ältere Hunde brauchen mentale Auslastung: Schnüffelspiele, kleine Suchaufgaben oder leichtes Tricktraining halten den Kopf fit und stärken die Bindung.

Worauf man bei der Ernährung achten sollte​

1. Angepasster Energiegehalt
Seniorfutter enthält meist weniger Kalorien, damit der Hund nicht zunimmt, obwohl er sich weniger bewegt.

2. Hochwertiges, gut verdauliches Eiweiß
Ältere Hunde brauchen weiterhin Protein, um Muskeln zu erhalten – wichtig ist hochwertiges, gut verdauliches Eiweiß, nicht unbedingt weniger Eiweiß.

3. Unterstützung für Gelenke
Viele Seniorfutter enthalten Stoffe wie:
  • Glucosamin
  • Chondroitin
  • Omega-3-Fettsäuren
Diese können Entzündungen reduzieren und die Gelenke unterstützen.

4. Verdauung fördern
Die Verdauung wird oft empfindlicher. Gut sind:
  • leicht verdauliche Zutaten
  • moderater Ballaststoffgehalt
  • gleichmäßige Fütterungszeiten
5. Zähne und Maulgesundheit beachten
Ältere Hunde haben häufiger Zahnprobleme. Manche kommen besser mit:
  • etwas weicherem Futter
  • eingeweichtem Trockenfutter
  • regelmäßiger Zahnpflege oder Dental-Snacks
6. Ausreichend trinken
Gerade Senioren trinken manchmal weniger, obwohl sie Flüssigkeit brauchen. Nassfutter oder etwas Wasser im Futter kann helfen.

Woran erkennt man, dass der Hund nun ein Senior ist?

Das hängt stark von der Größe ab:
  • kleine Hunde: oft ab etwa 9–10 Jahren
  • mittelgroße Hunde: etwa 7–8 Jahre
  • große Hunde: oft schon ab 5–6 Jahren

1. Der Hund wird ruhiger​

Viele Hunde schlafen mehr, wirken gelassener oder haben weniger Ausdauer bei Spaziergängen. Wichtig ist:
Ruhiger werden ist normal – plötzliche starke Müdigkeit sollte aber immer tierärztlich abgeklärt werden.

2. Steifheit nach dem Aufstehen​

Ein klassisches frühes Zeichen sind:
  • langsameres Aufstehen
  • vorsichtigeres Treppensteigen
  • „Einlaufen“ nach den ersten Minuten Bewegung
Das kann auf beginnende Gelenkverschleiß oder Arthrose hinweisen.

3. Veränderungen beim Hören oder Sehen​

Manche Hunde reagieren schlechter auf Rufe oder erschrecken leichter, wenn man sich von hinten nähert. Auch:
  • unsicheres Laufen im Dunkeln
  • vorsichtigeres Springen
    können erste Hinweise sein.

4. Veränderungen im Verhalten​

Seniorhunde können:
  • anhänglicher werden
  • mehr Nähe suchen
  • schneller gestresst sein
  • manchmal auch etwas „verwirrt“ wirken
Das kann normaler Alterungsprozess sein, sollte aber beobachtet werden.

5. Fell und Körper verändern sich​

Typisch sind:
  • graue Haare, vor allem um Schnauze und Augen
  • etwas weniger Muskelmasse
  • Gewichtsschwankungen

✅ Faustregel:
Wenn Veränderungen langsam auftreten, passt das meist zum Älterwerden.
Wenn etwas plötzlich kommt oder sich stark verschlechtert, sollte man lieber einmal mehr zum Tierarzt gehen.
 
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