Wie viel schlafen Hunde – und was hat es mit dem Intervallschlaf auf sich?

Viele Hundebesitzer:innen wundern sich: Schläft mein Hund nicht den ganzen Tag?
Die kurze Antwort lautet: Ja – und das ist völlig normal.
Hunde haben ein ganz anderes Schlafverhalten als wir Menschen. Besonders wichtig dabei ist der sogenannte Intervallschlaf.

Wie viel Schlaf braucht ein Hund?​

Ein erwachsener Hund schläft im Durchschnitt 12 bis 14 Stunden pro Tag.
Welpen, sehr alte Hunde oder kranke Tiere kommen sogar auf 18 bis 20 Stunden täglich.

Der genaue Schlafbedarf hängt ab von:
  • Alter
  • Rasse und Körpergröße
  • Gesundheitszustand
  • Aktivitätsniveau
  • Umgebung (ruhig oder stressig)
Große Hunderassen schlafen oft mehr als kleine, und ein Hund mit vielen Eindrücken braucht mehr Erholung als ein Hund mit einem ruhigen Alltag.

Schlafen Hunde am Stück?​

Nein – und genau hier kommt der Intervallschlaf ins Spiel.

Was ist Intervallschlaf?​

Hunde schlafen nicht mehrere Stunden am Stück, wie wir Menschen.
Stattdessen schlafen sie in vielen kurzen Schlafphasen, die über den Tag verteilt sind.

Ein Hund:
  • döst
  • schläft kurz tief
  • wird wieder wach
  • beobachtet seine Umgebung
  • schläft erneut ein
Dieses Verhalten ist evolutionär bedingt. Als soziale Tiere mussten Hunde (und ihre Vorfahren) jederzeit aufmerksam bleiben – auch im Schlaf.

Tiefschlaf und REM-Phasen beim Hund​

Auch Hunde haben verschiedene Schlafphasen:
  • Leichter Schlaf / Dösen
  • Tiefschlaf
  • REM-Schlaf (Traumschlaf)
Im REM-Schlaf kann man beobachten:
  • Zucken der Pfoten
  • Bewegungen der Augen
  • leises Bellen oder Fiepen
Das ist vollkommen normal – der Hund verarbeitet Erlebnisse des Tages.
Da Hunde häufiger aufwachen, sind diese Phasen kürzer, aber öfter als beim Menschen.

Warum ist Schlaf so wichtig für Hunde?​

Schlaf ist für Hunde lebenswichtig. Währenddessen:
  • regeneriert sich der Körper
  • werden Eindrücke verarbeitet
  • wird das Immunsystem gestärkt
  • lernen Hunde Neues
Zu wenig Schlaf kann zu:
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsproblemen
  • erhöhter Stressanfälligkeit
führen – besonders bei Welpen und jungen Hunden.

Wann sollte man genauer hinschauen?​

Ein Tierarztbesuch ist sinnvoll, wenn:
  • der Hund plötzlich deutlich mehr oder weniger schläft
  • Schlaf mit Unruhe, Schmerzäußerungen oder Atemproblemen verbunden ist
  • der Hund kaum noch aktiv wirkt
Veränderungen im Schlafverhalten können Hinweise auf Stress, Schmerzen oder Erkrankungen sein.

Wie kann man gesunden Schlaf unterstützen?​

Hunde brauchen:
  • einen ruhigen, sicheren Schlafplatz
  • feste Tagesstrukturen
  • genügend Ruhezeiten ohne Störung
  • altersgerechte Auslastung
Gerade Intervallschläfer brauchen die Möglichkeit, immer wieder ungestört zur Ruhe zu kommen.

Hunde schlafen viel – und das ist gesund.
Ihr Intervallschlaf ist ein natürlicher Rhythmus, der ihnen hilft, aufmerksam und ausgeglichen zu bleiben.

Wer den Schlaf seines Hundes respektiert, fördert nicht nur dessen Wohlbefinden, sondern auch eine entspannte Mensch-Hund-Beziehung.
 
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