Wenn ein Hund seine Pfote hebt und sie seinem Menschen in die Hand legt, wirkt das auf viele wie eine bewusste Geste der Freundschaft oder Höflichkeit. Tatsächlich ist das „Pfote geben“ eines der bekanntesten Hundeverhalten – doch seine Bedeutung ist vielschichtiger, als man auf den ersten Blick denkt.
In den meisten Fällen bringen Menschen ihren Hunden dieses Verhalten aktiv bei – oft schon im Welpenalter – weil es als freundlich, niedlich und leicht umzusetzen gilt. Der Hund lernt dabei schnell:
Pfote geben = Aufmerksamkeit, Lob oder Leckerli.
Wichtig ist aber:
Nicht jeder Hund, der Pfote gibt, zeigt automatisch tiefe emotionale Verbundenheit – manchmal ist es schlicht ein gut funktionierender „Trick“.
Wer genau hinschaut, erkennt darin weniger eine „niedliche Geste“ als vielmehr ein kleines, cleveres Gespräch zwischen Hund und Mensch

Pfote geben ist kein natürlicher Reflex
In freier Wildbahn oder im Sozialverhalten von Wölfen kommt das bewusste „Pfote geben“ so gut wie nicht vor. Hunde zeigen zwar Pfotenkontakt beim Spielen oder Rangeln, das gezielte Ablegen der Pfote auf der Hand eines Menschen ist jedoch kein angeborenes Verhalten, sondern meist erlernt.In den meisten Fällen bringen Menschen ihren Hunden dieses Verhalten aktiv bei – oft schon im Welpenalter – weil es als freundlich, niedlich und leicht umzusetzen gilt. Der Hund lernt dabei schnell:
Kommunikation: „Ich möchte etwas von dir“
Interessant ist, dass viele Hunde das Pfotegeben später selbstständig einsetzen, auch ohne Aufforderung. Dann kann es verschiedene Bedeutungen haben:- Aufmerksamkeit einfordern: Der Hund möchte gestreichelt werden, spielen oder einfach beachtet werden.
- Bitte oder Wunsch äußern: Hunger, Langeweile oder der Wunsch nach Nähe können dahinterstecken.
- Unterbrechung erzwingen: Manche Hunde legen die Pfote auf den Menschen, wenn dieser telefoniert, liest oder etwas anderes tut.
Zeichen von Vertrauen und Bindung
Damit ein Hund seine Pfote entspannt anbietet, braucht es Vertrauen. Die Pfoten sind empfindlich und verletzlich – ein Hund, der sie freiwillig hergibt, fühlt sich sicher. Besonders in ruhigen Momenten kann das Pfotegeben daher ein Zeichen von Zuneigung und sozialer Nähe sein.Wichtig ist aber:
Nicht jeder Hund, der Pfote gibt, zeigt automatisch tiefe emotionale Verbundenheit – manchmal ist es schlicht ein gut funktionierender „Trick“.
Vorsicht vor Fehlinterpretationen
Nicht jedes Pfotegeben ist positiv gemeint. In bestimmten Situationen kann es auch bedeuten:- Unsicherheit oder Stress (z. B. beim Tierarzt)
- Beschwichtigungssignal, um eine Situation zu entschärfen
- Unwohlsein, wenn der Hund sich entziehen möchte
Fazit
Hunde geben Pfote, weil sie es gelernt haben – und weil es für sie funktioniert. Ob als Trick, Kommunikationsmittel oder Zeichen von Nähe: Das Pfotegeben zeigt, wie fein Hunde mit uns Menschen interagieren und wie flexibel sie unsere Aufmerksamkeit für sich nutzen.Wer genau hinschaut, erkennt darin weniger eine „niedliche Geste“ als vielmehr ein kleines, cleveres Gespräch zwischen Hund und Mensch